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Ausstellung "Startschuss" der Akademie der Bildenden Künste Uni Mainz, 3.-9.5.2004

"Haarbürsten im Gewölbekeller", Allgemeine Zeitung Mainz, 4.5.2004

Mainzer Kunststudenten stellen ihren eigenen Ausstellungsraum vor. In der Walpodenstraße 19 präsentieren die Studenten der Akademie für Bildende Kunst ihre erste Ausstellung mit 14 originellen Positionen. Die Paletten, auf denen bunte Gabelstapler gemalt sind, haben fast schon symbolischen Charakter. Denn hier wurde tatsächlich etwas gestemmt: Ein neuer Ausstellungsraum für die Mainzer Kunststudenten. "Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur fordern, sondern auch selbst eine eigene Galerie auf die Beine stellen können," so Markus Sandhoff, Student an der Akademie für Bildende Künste. Von ihm stammen die Arbeiten mit den Gabelstaplern. Sie hängen dort, wo gestern Abend passend zum Semesterstart der Startschuss fiel - in der Walpodenstraße 19. Den 180 Quadratmeter große Raum, ein über den Hinterhof erreichbares Kellergewölbe, hat man noch als Ausstellungsraum der Galerie Walpodenstraße in Erinnerung. Die Studenten haben ihn selbst renoviert, finanziell und ideell unterstützt vom Studentenwerk und dem Dekan. Das gut gestaltete Ergebnis soll in Zukunft Studenten aller Semester für Ausstellungen zur Verfügung stehen. Entstanden ist die Idee dazu im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der Umbauarbeiten an der Akademie, der Zusammenlegung mit dem Fachbereich Musik und der Schließung der Städtischen Galerie im Brückenturm, wo auch jährliche Studentenausstellungen zu sehen waren. Der neue Ausstellungsraum hat durch zwei Pfeiler, die Gewölbedecke und Seitenkammern ganz individuelle Züge. Die 14 Studenten aus allen Semestern, die nun hier ausstellen, haben einfallsreich auf diese Bedingungen reagiert. Eva Fauths Trockenschwimmer ziehen per Videoprojektion in dem kleinen Seitenverlies mit seinem durch Glasbausteine abgetrennten Becken ihre Kreise; Michael Pohl entwickelt zwischen den beiden Pfeilern mit Baumaterialien eine fast körperlich zu spürende Spannung; Leo Wörners Dias von Containern mit Schriftzügen aus dem Industriedesign passen gut in eine Seitennische, und den Alptraum für Klaustrophobiker schafft Sabine Kintzel mit einem gepolsterten Gang hinter einer Wand.Mit den Kunsthaarbürsten der amerikanischen Gaststudentin Cameron Kelly, der minimalistischen Installation von Martin Bauman, den Streichholz-Reiseberichten von Johanna Werner und den gelungenen malerischen und zeichnerischen Beiträgen von Matthias Kunz oder Sebastian Meschenmoser präsentiert die viel versprechende Schau eine Vielfalt an Ausdrucksformen. Bis 9. Mai; Mo.-Fr. 18-21 Uhr, Sa. 15-21 Uhr, So. 11-17 Uhr. (C) Allgemeine Zeitung Mainz

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